GESCHICHTE.

 
  Ausgezeichneter Ruf. Wein und Obst aus Algund hatten immer schon einen ausgezeichneten Ruf. Die fürstbischöfliche Tafel von Brixen ließ sich neben Wein aus Algund auch andere Köstlichkeiten liefern wie Mandeln, Marillen, Feigen, Pfirsiche und Melonen, Trauben, Quitten und Granatäpfel. Sehr begehrt bei den frommen Kehlen in den Klöstern nördlich der Alpen war der Wein aus der Algunder Gegend. Das hatte gute Gründe: Hier gedeihen Weine in einem besonders geschützten Klima. Nach Süden offen und gegen Norden hin geschützt zeigen die Dreitausender der Texelgruppe den kalten Strömungen aus dem Norden buchstäblich die kalte Schulter. Frische Nachttemperauren verleihen den Weinen eine angenehme Spritzigkeit.

Gemeinsam stark. Die Kellereigenossenschaft Algund wurde am 24. Februar 1909 gegründet und bestand ursprünglich aus 37 Mitgliedern. Weitblickend wurde als Sitz der ehemalige „Marchettische Weinhandel“ im Zentrum von Meran gewählt. Damit war ein gewisses Prestige verbunden, denn Meran war damals Kurstadt von europäischem Rang. Seit über hundert Jahren befindet sich nun der Sitz der Genossenschaft im Herzen der Kurstadt, wo Weine ausgeschenkt, verkostet und verkauft werden. Die Geschicke der Genossenschaft sind eng mit der Geschichte des Landes Südtirol verbunden. Die Annexion Südtirols an Italien brachte für die Weinwirtschaft beträchtliche Umstellungen. Doch kann sich die Algunder Genossenschaft in der Zwischenkriegszeit auf dem Markt behaupten und zwei Gastbetriebe dazukaufen, in denen sie ihre Weine ausschenkt. Die Nachkriegsjahre bringen einige Schwierigkeiten, bis man mutig Modernisierungen angeht und in der Produktion mit großem Erfolg entschieden auf Qualität setzt. 1984 erfolgt der Zusammenschluss mit der Kellereigenossenschaft Marling (Heute Kellerei Meran Burggräfler). In Meran verbleibt die Brennerei, in der der sehr geschätzte „Algunder Treber“ gebrannt wird, der in den Neunzigern in Anlehnung an EU Verordnungen und italienische Schutzbestimmungen die Qualitätsmarke „Grappa“ annimmt.

Kulturbewusst. Die „Kellerei Algund“, wie sie sich seit 2000 offiziell bezeichnet, setzt sich ein für die Erhaltung der traditionellen Algunder Weinbaukultur und der Erhaltung der Kulturlandschaft. Auf diese Weise wurden am Algunder Waal mit großem Aufwand die alten Wein Terrassen des „Lausenberger Raut“ saniert und neu mit Reben bepflanzt. Ein Themenpfad in unmittelbarer Nähe gibt Auskunft über traditionellen Weinbau und die Besonderheiten von Flora und Fauna dieser Gegend.

 




Schloss Tirol
Der Mythos lebt. Schloss Tirol gab dem Land den Namen. Symbolträchtig sitzt es in beherrschender Position über dem Burggrafenamt. Nicht minder symbolträchtig seine Kunst. Eine der ältesten Darstellungen der Weinrebe findet sich im Kapellenportal. In so einer schönen Gegend darf auch das Paradies Thema nicht fehlen. Uralt die Bindungen des Schlosses zu Algund: Das Kloster Steinach ist eine Gründung (1241) Adelheids, Gräfin von Tirol.




Heiliger Urban (Weinpatron)
von Herbert Schönweger. Der Weinpatron ist von den Genossen- schaftsgemeinden umringt (von oben im Uhrzeigersinn): Schenna, Meran, Riffian, Kuens, Marling, Algund, Tirol, Gratsch. Der Vierpass befindet sich an der Decke des Detailgeschäftes.
 



   
Kellerei Algund Genossenschaft
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